Ein Team der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland hat zusammen mit dem Publizisten Jens Heisterkamp die Reihe „Anthroposophie im Gespräch“ konzipiert. Die Idee: In verschiedenen Städten, an möglichst gut öffentlichen Orten, laden Anthroposophen Personen und Experten aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zum Dialog ein. Das gemeinsame Ziel unterschiedliche Positionen und inhaltliche Schnittmengen darzustellen und Interesse für Nuancen zu entwickeln.
Die Idee einer unsterblichen Seele oder gar der Seelen-Wanderung liegt der christlichen Religion heute fern. Das war nicht immer so, sagt der evangelische Theologe Enno Edzard Popkes von der Universität Kiel. Frühchristliche Zeugnisse wie das Thomas-Evangeliums vermitteln vielmehr die Vorstellung, dass Jesus selbst diese Idee vertreten hat. Für Ulrich Meier, Priester der Christengemeinschaft in Hamburg, spielt die Idee der Unsterblichkeit und der Wiederverkörperung für das christliche Verständnis des Menschen ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei der Begegnung in Hamburg kommen beide über diese Dimensionen des Christentums ins Gespräch und verfolgen ihre Bedeutung bis hin zu Fragen der praktischen Seelsorge.
Anders denken und wirksam handeln für den Wandel. Die stetig wachsende ökologische Krise stellt eine große Bedrohung von Erde und Mensch dar. Grund genug, hierzu den renommierten Klimaforscher Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, den Psychologen Dr. med. Stefan Ruf und den in der Anthroposophie verwurzelten Autoren Dr. Jens Heisterkamp zusammenzubringen. Welche tieferen Antriebe jenseits technischer Lösungen braucht es für einen stärkeren Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen?
Transhumanismus und Künstliche Intelligenz sind dabei, genuin menschliche Qualitäten aus allen Lebensbereichen zu verdrängen. Professor Thomas Fuchs aus Heidelberg setzt dem seit langem eine Sicht entgegen, die er "verkörperten Humanismus" nennt. Hier gibt es wichtige Berührungspunkte mit dem Menschenbild der Anthroposophie, wie es Professor Jost Schieren von der Alanus Hochschule im Blick auf die Waldorfpädagogik vertritt. Ein von der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland initiierter Dialog bringt humanistische Philosophie und Anthroposophie ins Gespräch.
„Was macht das Studium der Anthroposophie in Steiners Texten für Ingenieure, Physiker und Naturwissenschaftler attraktiv?“, fragte sich schon vor Jahren der Erziehungswissenschaftler Christian Rittelmeyer. Er beobachtete, dass u. a. naturwissenschaftlich orientierte Wissenschaftler:innen beim Textstudium eine gewisse Sympathie und Faszination für Steiners Gedanken entwickelten.
Esoterik und Spiritualität polarisieren derzeit die Öffentlichkeit: Für viele sind sie eine Grundlage lebenspraktischer Sinnsuche, für manche werden sie wegen angeblicher Opposition zur Wissenschaft eher als „gefährlich“ eingestuft. Ein Dialog scheint kaum mehr möglich. Dabei gibt es eine – leider kaum beachtete – akademische Forschung zum Thema.
Demeter forscht mit unterschiedlichen Methoden. Neben klassischen naturwissenschaftlichen Methoden werden auch neue Methoden der Qualitätsfeststellung eingebracht, z.B. durch verschiedene „bildschaffenden Methoden“ oder der „Bildekräfteforschung“, bei der der menschliche Körper als „Resonanzorgan“ eingesetzt wird. Kritikern, die z.B. biologisch-dynamischen Präparaten den Sinn absprechen, werden Forschungen entgegen gehalten, die eine signifikante positive Wirksamkeit nachweisen
In welchem Verhältnis stehen Wissenschaft, Gesellschaft und Anthroposophie heute? Es werden vier grundlegende Thesen diskutiert: 1. Die naturwissenschaftliche Denkweise ist Steiner nicht fremd, sondern bildet für ihn eine Grundlage der Anthroposophie. 2. Das Verhältnis von Steiner und der Wissenschaft ist eine mehrschichtige Antwort. 3. Der Wissenschaftsbegriff heute unterliegt einer falschen Verkürzung. 4. Die Wissenschaft wird mit falschen Erwartungen überladen und gerät immer mehr in die Gefahr einer Politisierung.